
Hören Sie auf, Infrarotröhren nach Teilenummern zu bestellen
Der Kauf einer Kurzwellen-Infrarotheizröhre auf der Grundlage einer Teilenummer ist im Grunde genommen ein Risiko. Wir sehen das ständig: Ein Käufer ruft uns an und bittet um eine 230-V-, 2000-Watt-Quarzröhre mit R7s-Anschlüssen – schließlich steht das so im alten Handbuch. Doch das Handbuch weiß nicht, dass Ihre Maschine bereits fünf Jahre lang in Betrieb ist. Es weiß auch nicht, dass Sie Ihre Produktionslinie beschleunigt haben.
Versuche, eine „perfekte“ Passform zu erreichen, führen meist zu Problemen in der Praxis.
Die komplizierte Realität bezüglich der Leistung
Kurzwellen-Infrarotröhren sind hochenergetische Geräte. Wenn man eine Leistung wählt, die die Stromversorgung nicht bewältigen kann, wartet man nur darauf, dass der Schutzschalter auslöst oder dass der Glühfaden durchbrennt. Andererseits ist es genauso schlecht, wenn die Leistung zu gering gewählt wird. Dann entstehen kältere Bereiche am Material, und die Bearbeitungszeiten werden unendlich lang.
Wir beginnen immer mit der Überprüfung der Spannungsstabilität. Ein 400-V-System kann zwar viel Wärme erzeugen, doch dadurch wird die Elektrik stark belastet. Wenn die Kabel nicht geeignet sind, kommt es zu Spannungsabfällen – und dann verschwindet die Effizienz völlig.
Quarz, Beschichtungen – und die „Fallstricke“
Wir verwenden hochreinen Quarz, denn dieser kann thermischen Schocks standhalten, ohne zu zerbrechen. Manchmal braucht man jedoch eine beschichtete Röhre, um die Art und Weise zu verändern, wie die Wärme auf das Material wirkt. Das klingt gut – und es hilft tatsächlich bei bestimmten Kunststoffen. Doch es gibt einen Haken: Die Beschichtungen können abblättern, wenn die Maschine zu stark vibriert oder wenn jemand sie zu aggressiv reinigt.
Deshalb bitten wir darum, die Befestigungselemente der Röhre zu sehen. So können wir sicherstellen, dass die Röhre nicht durch Maschinenvibrationen beschädigt wird.
Warum „Ersatzteile“ ein Mythos sind
Der Austausch eines Teils löst selten das zugrunde liegende Problem. Wir bevorzugen es, persönlich in Ihrem Betrieb vorbeizukommen und die thermischen Bedingungen vor Ort zu überprüfen. Wir prüfen den Abstand zwischen der Röhre und dem Werkstück. Das klingt trivial – doch bereits ein Abweichung von 10 mm führt dazu, dass die Strahlungsintensität sinkt. Dadurch versagt der PET-Verarbeitungsprozess.
Wir liefern Ihnen nicht einfach nur Glas und Kabel. Wir wollen sicherstellen, dass Ihr Kühlsystem tatsächlich in der Lage ist, die von diesen Lampen erzeugte Wärme zu bewältigen. Andernfalls tauschen Sie nur ein Problem gegen ein anderes aus.